FAQ

1. Was sind die Zugangsvoraussetzungen für das Jenaplan-Gymnasium Nürnberg?

Momentan ist beim Übertritt auf eine Privatschule kein Probeunterricht nötig. Das Jenaplan-Gymnasium entscheidet nach einem eigenen Auswahlverfahren.

Da wir uns gemäß bayerischer Schulordnung auf eine Schulart festlegen müssen, haben wir uns für die Form des "Gymnasiums" entschieden. Bei der Aufnahme der Schülerinnen und Schüler achten wir auf die gymnasiale Eignung, auch wenn in begründeten Fällen Ausnahmen möglich sind. Wir möchten gemäß dem Jenaplankonzept allen unseren Schülern ermöglichen, den bestmöglichen Schulabschluss zu machen. Ziel ist hierbei das Abitur, andere Schulabschlüsse können erlangt werden, indem eine gesonderte Anmeldung für eine externe Prüfung erfolgt.

Für Schüler und Eltern gibt es ein Bewerbungsverfahren, dessen Kriterien der Vorstand der Jenaplan-Genossenschaft eG festlegt. Ziel des Auswahlverfahrens ist eine sozial ausgewogene  Mischung an der Schule zu bekommen.

Ein wichtiges Kriterium ist die Bereitschaft der Eltern zum Engagement im Schulleben als Bestandteil des pädagogischen Konzeptes: Es sollten pro Kind und Elternteil 15 Stunden Elternarbeit je Schuljahr geleistet werden. Ist diese Elternarbeit im Ausnahmefall nicht möglich, kann sie bar geleistet werden.

2. Welche Zweige kann mein Kind wählen? Welche Fächer wird mein Kind wann innerhalb dieser Zweige haben?

Angeboten werden der wirtschaftliche und sozialwissenschaftliche Zweig mit sozialwissenschaftlichem Profil, weil dessen Fächerkombinationen am besten mit dem Jenaplankonzept vereinbar sind. Als Fremdsprachen werden bislang Englisch ab der 5. Jahrgangsstufe, Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache angeboten.

3. Rhythmisierte Ganztagsschule

Am Jenaplan-Gymnasium wird gebundener Ganztagesunterricht nicht nur bis zur 7. Klasse, sondern bis zum Abitur angeboten. Die Anforderungen der bayerischen gymnasialen Schulordnung und des Jenaplankonzeptes werden von der 5. bis zur 12. Jahrgangstufe in rhythmisierten Wochenplänen bis zum Abitur umgesetzt. Der Unterricht geht derzeit montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr, freitags von 8 bis 13 Uhr.

4. Nachhaltigkeit

Um die Nachhaltigkeit des Konzeptes dauerhaft zu gewährleisten, arbeitet das Jenaplan-Gymnasium mit dem pädagogischen Institut der Stadt Nürnberg und holländischen Jenaplan-Experten zusammen, die eine Ausbildung der Lehrer und Sozialpädagogen nach dem Jenaplan durchführt. Jenaplan-Experten aus Holland garantieren eine kontinuierliche Supervision. Die wissenschaftliche Begleitung und Steuerung des Schulkonzeptes erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Institut ZNL, geleitet von Hirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Für die optimale Gestaltung der räumlichen Bedingungen arbeitet die Schule mit dem Fraunhofer Institut zusammen, für Lehrmittel und Medien mit dem Institut RSA in Österreich.

5. Welche Abschlüsse können gemacht werden?

Den Schülern, die in der 9. oder 10. Jahrgangstufe einen externen Abschluss machen wollen, bieten wir die Möglichkeit eines externen Verfahrens an, in dem ein QHS oder ein Mittlerer Bildungsabschluss abgelegt werden kann. Die Vorbereitungen hierzu finden außerhalb des normalen Schulbetrieb statt. Voraussetzung für das Ablegen eines externen Abschlusses ist das Vorrücken in die gymnasiale 9 bzw. 10. Jahrgangsstufe.

6. Gibt es besondere Anforderungen für die Abschlussprüfungen seitens des bayerischen Kultusministeriums für SchülerInnen von staatlich genehmigten Schulen? Wie sehen die Abschlussprüfungen aus?

In staatlich genehmigten Gymnasien, zu denen auch das Jenaplan-Gymnasium zählt, sind für die Schülerinnen und Schüler zur Erlangung der Allgemeinen Hochschulreife Prüfungen als externe Bewerber notwendig. Normalerweise bedeutet dies insgesamt acht Abiturprüfungen, im Vergleich zu fünf an einer Regelschule. Vier davon sind schriftlich, vier mündlich abzulegen. Von den vier mündlichen Prüfungen können zwei durch die zweite Halbjahresleistung in der 12. Jahrgangsstufe ersetzt werden. Es verbleiben somit sechs Abiturprüfungen für unsere Schülerinnen und Schüler. 

Von diesen sechs muss zwangsweise die zweite Fremdsprache geprüft werden. In der mündlichen Prüfung jedoch auf dem Niveau einer spät beginnenden Fremdsprache, d.h. so, als ob diese Sprache erst ab der 9. Jahrgangsstufe erlernt werden würde. Bei uns wird diese schon ab der 6. Jahrgangsstufe gelernt. Hinzu kommen fünf Abiturprüfungen, welche den gleichen Stoffumfang wie an der Regelschule umfassen. Diese werden in unseren Räumen durchgeführt, jedoch von einer Partnerschule bewertet.

7. Unter welchen Voraussetzungen wäre ein Wechsel auf eine öffentliche oder staatlich anerkannte weiterführende Schule möglich?

Da der bayerische Staat die Zensuren einer staatlich genehmigten Schule nicht anerkennt, muss beim Wechsel auf eine öffentliche weiterführende Schule, unabhängig von der Jahrgangsstufe, in der aufnehmenden Schule erfolgreich eine Aufnahmeprüfung abgelegt werden.

8. Welche monatlichen / jährlichen / Gesamtkosten kommen auf mich/uns zu?

Öffentliche Gymnasien werden vom Staat/den Kommunen voll und ganz finanziert, was die Miete, Einrichtung und Unterhaltung der Gebäude, Spezialausrüstung für Fachräume wie Chemie, Physik, Musik, etc., die Gehälter der Lehrer und sonstiger Angestellter sowie alle Lehrmittel (z.B. Schulbücher) und Lehrmaterialien angeht. Deshalb muss die Finanzierung eines privaten Gymnasiums vor allem in den Anfangsjahren durch andere als staatliche Mittel gedeckt werden ... [mehr].

9. Wo liegt die Schule?

Das Jenaplan-Gymnasium Nürnberg befindet sich an der Stadtgrenze Nürnberg - Fürth und ist gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln, siehe auch Gebäude.

10. Wer ist der Träger der Schule?

Träger der Schule ist die gemeinnützige Genossenschaft Jenaplan-Gymnasium Nürnberg eG.
Das Zentralfinanzamt Nürnberg hat uns die Gemeinnützigkeit bescheinigt.

Jenaplan-Gymnasium Nürnberg eG, Registergericht Nürnberg GnR 312, Vorstand: Andreas C. Fürsattel, Dr. Ulrike Eulitz, Bernd Beisse, Aufsichtsratsvorsitzender: Thomas Schmitz